Bau von Dorfbrunnen in der Elfenbeinküste

Seit 2008 realisiert der GNF durch die Unterstützung der Sika AG verschiedene Trinkwasserprojekte in Afrika. In Burundi wurde in den Dörfern Kagwema und Rukaramu nordwestlich von Burundis Hauptstadt Bujumbura rund 5.000 Menschen, insbesondere Kindern, der Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. In Kenia freuen sich seit Anfang 2014 die 30.000 Bewohner des Dorfes Kandara, ca. 30 km nördlich der Stadt Thika, über sauberes Wasser. Neben diesen abgeschlossenen Projekten werden derzeit fünf weitere Anlagen in der Elfenbeinküste gebaut.

Im Jahr 2010 erfolgten die ersten Projektmaßnahmen in den Regionen Man und N’zi Comoé: Zusammen mit den Projektpartnern vor Ort wurden die Dörfer ausgesucht, in denen Brunnenanlagen repariert werden sollten. Bis Jahresende 2012 wurden 24 Brunnen repariert. Im Jahr 2013 folgten nun bis zur Inbetriebnahme im Juni nochmals 20 Brunnen. Im Jahr 2014 kamen weitere 25 Brunnen in 17 Dörfern hinzu. Anfang 2015 wurde ein weiterer Brunnen fertig gestellt, so dass in insgesamt 44 Dörfern die Bewohner in den Genuss von frischem Grundwasser kommen.

Die Bewohner aller Dörfer haben sich aktiv aam Bau der Brunnen beteiligt. Sie verwalten nun in Eigenregie die Wasserverteilung in den Gemeinden. Sie haben Wasserkomitees gegründet, denen Frauen und Männer angehören; alle mit bestimmten Funktionen und Aufgabenbereichen. Einige sind für die Instandhaltung der Brunnen zuständig. Sie erhielten zu Beginn des Projekts einen Kurs in der technischen Wartung der Pumpen.

Andere kümmern sich um die Hygieneaufklärung im Dorf und wieder andere um die Finanzverwaltung. In den Dörfern haben sich die Bewohner nämlich darauf geeinigt, dass jeder Pumpennutzer einen kleinen Betrag pro Jahr entrichtet. Damit wird die zukünftige Wartung der Pumpen und Instandhaltung der Brunnen bezahlt.