In schwierigem Umfeld weiter gewachsen

24.02.09 // Ergebnis 2008
Der Sika Konzern hat seinen Umsatz 2008 währungsbereinigt um 7.3% gesteigert. In Schweizer Franken resultierte ein um 1.1% höheres Nettoergebnis von CHF 4.625 Mrd. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen, EBITDA, betrug CHF 556.1 Mio, der Konzerngewinn CHF 267.4 Mio. Insgesamt erzielte Sika damit das zweitbeste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte.

Trotz der im vierten Quartal des Berichtsjahres konzernweit spürbaren Auswirkungen der in verschiedenen Ländern rückläufigen Baukonjunktur, war das Wachstum des Geschäftsbereiches Bau mit währungsbereinigten 9.2% zufriedenstellend. Im Geschäftsbereich Industrie dagegen haben die im vierten Quartal deutlich eingebrochenen Produktionszahlen im Fahrzeugbau das Umsatzwachstum auf währungsbereinigte 0.6% begrenzt. Alle Regionen haben zum Wachstum des Konzerns beigetragen. Die besten Ergebnisse wurden wie schon im vergangenen Jahr in den Regionen IMEA (India, Middle East, Africa, +33%) und Lateinamerika (+25%) erzielt.

Das Ergebnis war vor allem von drei Faktoren negativ beeinflusst:

  • Verschiebung der Währungsverhältnisse in einigen Ländern wie zum Beispiel Grossbritannien, Korea, Japan und Australien.
  • Enorme, kurzfristige Preiserhöhungen bei den Rohmaterialien im dritten Quartal, die nur zum Teil an den Markt weitergegeben werden konnten.
  • Vorleistungen in den personellen Aufbau von Führungsfunktionen in den Regionen, um das Wachstumspotential vor allem in den Schwellenländern künftig besser nutzen zu können.

Das Bruttoergebnis hat sich bezogen auf den Nettoerlös von 53.3% auf 51.7% abgeschwächt. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen, EBITDA, ging von CHF 637.8 Mio. um 12.8% auf CHF 556.1 Mio. zurück. Die EBITDA-Marge war mit 12.0% um 1.9 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn, EBIT, betrug CHF 422.0 Mio. und lag damit um 17.4% unter den CHF 510.8 Mio. des Vorjahres.

Der Konzerngewinn vor Steuern ging gegenüber dem Vorjahr um 22.2% auf CHF 373.3 Mio. zurück. Die Ertragssteuerquote betrug 28.4% und lag damit wiederum unter dem Niveau des Vorjahres von 28.7%. Damit verblieb ein Konzerngewinn von CHF 267.4 Mio. Die Gewinnmarge betrug 5.8% (Vorjahr 7.5%).

Aussichten

Kurzfristige Prognosen sind im aktuellen Umfeld sehr schwierig. Wegen der sich ausweitenden Wirtschaftskrise rechnet Sika in vielen für das Unternehmen relevanten Märkten mit einem Rückgang der Nachfrage. Der Geschäftsbereich Bau spürt die abkühlende Nachfrage mit Verzögerung und wird von einer Konjunkturerholung wiederum erst später profitieren. Die von vielen Staaten angekündigten Konjunkturprogramme werden im Segment Infrastrukturbau helfen, Wachstumseinbrüche im privaten Wirtschaftsbau auszugleichen. Allerdings ist völlig offen, wann diese Effekte spürbar werden.

Sika wird das laufende Geschäftsjahr dazu nutzen, die Effizienz der Produktionsanlagen, der globalen Supply Chain und der gesamten Organisation weiter zu steigern. Nicht optimal arbeitende Produktionsanlagen sollen still gelegt und die lokalen Produktionskapazitäten der Nachfrage angepasst werden. Gemäss der dezentralen Struktur des Unternehmens werden die Landesgesellschaften individuelle Programme entwickeln, um von den nach wie vor vorhandenen Wachstumschancen zu profitieren und - wo notwendig - die Kostenstrukturen schnell an die jeweiligen Marktbedingungen anzupassen. Diese Programme können auch Auswirkungen auf Arbeitsplätze haben. Übergreifende, weltweite Pläne für einen Personalabbau hält Sika im Hinblick auf ihre Unternehmensstruktur für nicht adäquat.

Insgesamt betrachtet Sika ihre langfristigen Wachstumschancen als intakt. Der in den vergangenen Jahren konsequent verfolgte Wachstumskurs wird sich während der Rezessionsphase an reduziertem bis negativem Wachstum bei angepassten Kosten orientieren.

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