Mit den Lösungen von Sika lassen sich Wärmeverluste in Hochbauten stark verringern. Als integraler Anbieter von bauchemischen Produkten für Gebäude verfügt das Unternehmen über nachhaltige Lösungen für Dachsysteme, Fassaden, Bodenbeläge, den Innenausbau oder die Abdichtung von Türen, Fenstern und Untergeschossen. Allein mit Sikas sonnenreflektierenden Dachsystemen kann der Energieverbrauch um bis zu 15% gesenkt werden. Die begrünten Sika Dächer bieten ausserdem ein wertvolles Habitat für Pflanzen, Insekten und Vögel, dienen bei Starkregen als Wasserspeicher, gewährleisten so den kontrollierteren Wasserabfluss und reduzieren darüber hinaus den Wärmeinseleffekt. In allen Phasen des Gebäudelebenszyklus – vom Bau über den Betrieb bis zur Renovation – kann mit Sika Produkten der CO2-Fussabdruck reduziert werden.

"Sika ist dank ihrer umfassenden und nachhaltigen Herangehensweise hervorragend positioniert, um den Wechsel zu nachhaltigeren Gebäudehüllen voranzutreiben." Eric Lempereur, Head of Corporate Target Market Building Finishing
Eric Lempereur, die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäudehüllen nimmt zu. Welche Rolle spielt die Gebäudehülle für die Nachhaltigkeit eines Bauwerks?

Die Hülle soll das Gebäude vor allem gegen Klimaeinflüsse schützen und seine Beständigkeit gewährleisten. Darüber hinaus wird auch der Energieverbrauch des Gebäudes zumindest teilweise durch dessen Hülle bestimmt. Generell geht man davon aus, dass rund 25 % des Wärmeverlusts eines Gebäudes auf das Dach entfallen, 35 % auf die Wände, 25 % auf die Türen und Fenster und der Rest auf den Boden und andere Faktoren. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Fassade und das Dach zu dämmen, wenn man die Energieeffizienz eines Gebäudes verbessern will. Schätzungsweise mehr als 75 % des aktuellen Gebäudebestands in Europa muss energieeffizienter werden. Um die von der EU gesetzten Klima- und Energieziele zu erreichen, müssen die Energieverbrauchsprofile von mehr als 35 Millionen Häusern verbessert werden.

Wärmeverlust eines Gebäudes

25%

des Wärmeverlusts eines Gebäudes enfallen auf das Dach.

35%

des Wärmeverlusts kommt von den Wänden.

25%

der Wärme wird über Türen und Fenster verloren.

Was macht eine energieeffiziente Gebäudehülle aus?

Die Hülle muss das Gebäude thermisch isolieren und den Wärmeübergang von innen nach aussen verringern. Gleichzeitig muss sie weitere technische und funktionale Anforderungen erfüllen: Um ein gesundes Innenraumklima zu ermöglichen, müssen die Wände atmen können, während sie das Gebäude gleichzeitig gegen Witterungseinflüsse schützen. Das bedeutet, es müssen alle Funktionen der Gebäudehülle betrachtet werden. Die Verbindungsstellen zwischen ihren einzelnen Elementen – wie Fenster, Türen, Dach und Fassade – sind ebenfalls wichtig, denn Luftzug ist ein Schlüsselfaktor für die Energieeinsparung. Alle Faktoren müssen hinsichtlich ihrer jeweiligen Funktion systemisch zusammenwirken.


Sika ist Vorreiterin in diesem Bereich und bietet Systemlösungen an. Sie selbst sind Fachmann für Fassadensysteme. Wie sehen diese Lösungen aus?

Sika hat für Fassaden bestimmte Systeme entwickelt, die als WDV-Systeme oder WDVS bezeichnet werden. Die Abkürzung steht für Verbundsysteme, die Aussenwände thermisch abdichten. Sie bestehen aus beschichteten und verklebten Dämmstoffplatten, die mit dekorativen und schützenden Wärmedämmputzen versehen werden. Diese Mehrschichtsysteme erfüllen unterschiedlichste Funktionen wie Wärmedämmung, Atmungsaktivität, Fassadenschutz und -gestaltung. Sika bietet umfassende Lösungen für die Bereiche Neubau und Renovation an, darunter Systeme aus biologischen Dämmstoffen oder mit farbigen und strukturierten dekorativen Wandbeschichtungen.

Facade built with Sika envelope system
Facade built with Sika envelope system
Wie gewährleistet Sika, dass auch die übrigen Teile der Gebäudehülle zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz beitragen?

Natürlich bietet Sika auch Lösungen für die übrigen Komponenten der Gebäudehülle an, beispielsweise wasser- und luftdichte Membranen oder Schäume, die zum Abdichten von Fenstern und Türen eingesetzt werden. Auch für den Dachaufbau hat Sika ein umfangreiches Angebot an nachhaltigen Speziallösungen, unter anderem auch für begrünte oder lichtreflektierende Dächer. Sika ist dank ihres umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts hervorragend positioniert, um den Wechsel zu nachhaltigeren Gebäudehüllen voranzutreiben. 


Das Begrünen von Dächern und Fassaden ist nur ein Trend bei Gebäudehüllen. Welche anderen Trends und Entwicklungen gibt es in diesem Bereich?

Es gibt einen Trend zu Häusern, die keinerlei Emissionen verursachen, sogenannte Passivhäuser. Ein genereller Trend ist die Entwicklung neuer Systeme auf Basis biologischer Materialien, die sich auch für die Gestaltung von Gebäudehüllen eignen. Wir haben beispielsweise Fassadendämmsysteme entwickelt, deren Platten und Putze Hanf- oder Holzfasern integrieren. 

Wie sehen Hausbesitzer und Architekten energieeffiziente Gebäudehüllen? Wie ausgeprägt ist das Bewusstsein für dieses Thema?

Das Bewusstsein wächst sehr stark, und bei den Stakeholdern im Bausektor ist es bereits sehr ausgeprägt. Das belegen auch die zahlreichen Zertifikate, Labels und Standards, die es heute für den Neubau gibt. Bei den Renovationen ist die Herausforderung grösser. Es gibt einen riesigen Gebäudebestand, der renoviert werden müsste, vor allem im «alten Europa». Wir werden uns weiterhin auf die Entwicklung massgeschneiderter Lösungen für die Renovation und den sogenannten «Deep Retrofit», die umfassende Nachrüstung bestehender Gebäude, konzentrieren. 

Wie wird die energieeffiziente Gebäudehülle der Zukunft aussehen? Wohin geht die Entwicklung?

Es braucht eine ganzheitliche Betrachtung der Gebäudehülle. Sie muss nicht nur den Energieverbrauch senken: Nachhaltigkeit bedeutet auch Langlebigkeit. Wir brauchen dauerhafte Lösungen für Dächer oder Fassaden. Zurzeit entwickelt Sika besonders langlebige Spezialputze, die das Gebäude gegen Schmutz, Luftschadstoffe, Algen oder Pilze schützen. Ausserdem sind wir dabei, den Umweltfussabdruck der Materialien zu verringern, die wir in unseren Mörteln einsetzen. Wir verwenden zementöse Zusatzmittel, die einen tieferen CO2-Fussabdruck haben und aus recycelten Materialien bestehen. Das Thema ist vielschichtig und komplex, und Sika führt diese technologische Entwicklung an. Je komplexer das Thema, umso mehr Chancen sehen wir.