Nachhaltige Entwicklung an der Laguna de Fúquene

Seit 2005 fördert Sika Projekte zum Schutz des Fúquene Sees in Kolumbien. Der See ist mit 3 000 Hektar das letzte grössere Süsswassersystem der östlichen Andenkordillere. Der See wird immer stärker durch ungeklärtes und verschmutztes Wasser der umliegenden Gemeinden und dem Düngemitteleintrag aus der Viehzucht belastet. Das führt dazu, dass sich zwei eingeschleppte Pflanzenarten, Wasserhyazinthe und Wasserpest, zunehmend ausbreiten und dem See den Sauerstoff entziehen. 2010 realisierte der kolumbianische GNF-Partner, die Fundación Humedales, zahlreiche Massnahmen, um die am See lebende Bevölkerung über die Umweltprobleme zu informieren und nachhaltige Wirtschaftsmethoden aufzuzeigen.

Information und Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam mit der Gemeinde Andina errrichtete die Fundación Humedales eine Produktionsstätte für die Herstellung von organischem Dünger auf Basis von Wasserpflanzen. Auch das Kunsthandwerk wird gefördert. Für über 150 Familien in der Region ist Kunsthandwerk eine wichtige Einkommensquelle. Die Fundación Humedales errichtete eine neue Baumschule mit verschiedenen einheimischen Baumarten. Die Bäume werden entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen am See gepflanzt, um Biotopvernetzungsstrukturen zwischen isolierten Waldflächen herzustellen. Auch hier wird Biodünger verwendet.

Lobbying zur Rettung des Sees

Im Jahr 2011 richteten die Fundación Humedales und der GNF eine Konferenz mit lokalen Behörden und internationalen Organisationen aus, um auf die kritische Situation des Sees hinzuweisen. Darüber hinaus soll über eine Petition der Druck auf das kolumbianische Umweltministerium und die lokalen Behörden erhöht werden, um zur Rettung des Sees beizutragen.