Reiche Biodiversität und Einkommensquelle

Der Atitlán-See ist mit einer Fläche von 130 km² der drittgrößte Süßwassersee in Guatemala. Er liegt im westlichen Hochland von Guatemala. Der See ist etwa 12 km breit und 10 km lang und liegt auf einer Höhe von
1 560 m über dem Meeresspiegel. Trotz des Reichtums an Biodiversität, Landschaft und Kultur zählt die Region zu den ärmsten im Land. Die Bevölkerung lebt zum größten Teil von Ackerbau für den Eigenbedarf. Hinzukommen Einnahmen aus dem Tourismus, da der Atitlán-See der am zweit häufigsten besuchte Ort in Guatemala ist.

Sika setzt sich für sauberes Wasser ein

Der GNF-Partner Vivamos Mejor konnte 2010 die von Sika unterstützten wissenschaftlichen Untersuchungen der Wasserqualität und Erfassung der Biodiversität im und am Atitlán-Becken abgeschliessen. Nach der Zerstörung einer neu errichteten Pflanzenkläranlage durch das Unwetter Agatha im Jahr 2010 konnte noch kein geeigneter Standort für den Bau eines neuen Grünfilters gefunden werden. Als Alternative wurden 50 Familien mit sogenannten „Biodigestores“ ausgestattet. Biodigestoren sind Mini-Kläranlagen. Sie sind kostengünstig zu bauen, einfach zu warten und damit für Gebäude, die nicht an die Kanalisation angeschlossen sind, sehr geeignet.