Sicherheit und Gesundheit

Die Zahl der Arbeitsunfälle, die zu einem Ausfall von mehr als einem Tag führten, konnte gegenüber dem Vorjahr um 2.7% gesenkt werden. Im Jahr 2016 kam es zu 9.5 Arbeitsunfällen pro 1’000 Mitarbeitende (Vorjahr: 9.7). Verunfallte Mitarbeitende waren 2016 im Durchschnitt wieder etwa 22 Tage abwesend (Vorjahr: 22). Diese Zahl wird stark von längeren Ausfallzeiten durch Verletzungen des Bewegungsapparats durch Unfälle beim Gehen beeinflusst. Sika will die Sicherheit 2017 weiter kontinuierlich verbessern und setzt dabei auf verstärkte Mitarbeiterbeteiligung. In den USA wurde unter dem Namen «Sika Safe» ein flächendeckendes Sicherheitskonzept eingeführt, welches 2016 zu einer markanten Reduktion der Unfallzahlen führte.

Energieeffizienz

Sika verbrauchte im Jahr 2016 1’779 Terajoule (Vorjahr: 1’833 Terajoule). Etwa 56% der benötigten Energie bezog Sika in Form von elektrischem Strom aus dem lokalen Netz. Den restlichen Energiebedarf deckte das Unternehmen hauptsächlich mit Erdgas und flüssigen Brennstoffen. Der Energieverbrauch pro verkaufte Tonne lag bei 428 Megajoule (Vorjahr: 455 Megajoule). Diese deutliche Verringerung um 5.9% lag neben Energieeffizienzprojekten vor allem am geänderten Produktemix und am starken Wachstum bei den weniger energieintensiven Produkttechnologien.

CO₂-Ausstoss (Scope 1)
CO₂-Ausstoss (Scope 1)

Der CO2-Ausstoss aus direkt verbrauchter Energie aller operativen Gesellschaften und Einheiten von Sika, sowohl auf den industriellen als auch an den nicht industriellen Standorten, inklusive eigener Fahrzeuge, wird aus den rapportierten Brennstoffmengen abgeleitet. Der CO2-Ausstoss aus der Nutzung von Primärenergieträgern lag 2016 bei 45’000 Tonnen (Vorjahr: 53’000 Tonnen). Zwei Fabriken in China sind nach wie vor auf die Verwendung von lokaler Kohle als Brennstoff angewiesen, gesamthaft jedoch hat der Verbrauch von Kohle um ca. 50% abgenommen. Diese weist einen niedrigen Brennwert auf und verursacht höhere CO2-Emissionen als Erdgas. Die Anpassung des Produktemix senkte den Ausstoss in zwei Fabriken. Dabei wurde ein kohlenintensiver Prozess teilweise durch einen kohlenfreien Prozess ersetzt.

CO₂-Ausstoss (Scope 2)
CO₂-Ausstoss (Scope 2)

Der CO2-Ausstoss aus indirekt verbrauchter Energie, das heisst nicht durch eigene Primärenergienutzung, der auch die Leasingfahrzeuge und Geschäftsreisen umfasst, wird aus den gemeldeten Energiemengen abgeleitet. Der CO2-Ausstoss aus der bezogenen elektrischen Energie wird mit den aktuellen Emissionsfaktoren des Greenhouse Gas Protocol (GHG) berechnet. Dabei werden Durchschnittswerte zur Stromproduktion jedes Landes verwendet. 2016 verursachte der Elektrizitätsverbrauch rechnerisch CO2-Emissionen von 109’000 Tonnen (Vorjahrzahl: 107’000 Tonnen) und war damit mehr als doppelt so hoch wie die direkten CO2-Emissionen. Leasing-Fahrzeuge und Geschäftsreisen verursachten zusätzliche CO2-Emissionen von 20’000 und 13’800 Tonnen (2015: 21’000 und 13’800 Tonnen). Insgesamt hat die Sika einen CO2 Ausstoss von etwa 187’000 Tonnen.

Wassernutzung

Sika nutzte 2016 rund 1.3 Millionen Kubikmeter Wasser (2015: 1.7 Millionen Kubikmeter). Der Wasserkonsumpro verkaufte Tonne konnte um rund 22% auf 0.32 Kubikmeter gesenkt werden (Vorjahr: 0.41). Damit hat Sika ihr Ziel deutlich übertroffen. Sika investierteim Jahr 2016 in verschiedene Wassereffizienz-Projekte in ihren Werken weltweit. Um die Abwasserentsorgung des Werks Alcobendas in Spanien zu verringern, wurde die bestehende Abwasserreinigungsanlage mit keramischen Ultra- und Nanofiltermembranen aufgerüstet. So können 200 m³ Trinkwasser pro Monat (- 25%), d. h. € 6’000 pro Jahr, eingespart werden.

Die Qualität des aufbereiteten Wassers erlaubt dessen Wiederverwendung für die Reinigung der Schüttgutladestation sowie in der Kläranlage. Das grösste Werk von Sika Colombia in Tocancipá konnte einen vollkommen geschlossenen Wasserkreislauf realisieren: Er beginnt mit der Fassung von Regenwasser für die Produktion und umfasst die Wiederverwertung des Abwassers als Sanitärwasser sowie seine Nutzung – nach der Wiederaufbereitung – zur Bewässerung von Feldern. Zudem werden die organischen Abfälle kompostiert und als Dünger im Gartenbau eingesetzt.

Abfallmanagement
Materialnutzung

Bei gesteigertem Produktionsvolumen entstanden im Unternehmen etwa 74’000 Tonnen Abfall (2015: 70’000 Tonnen). Dies entspricht 17.8 Kilogramm Abfall pro verkaufte Tonne (2015: 17.3 Kilogramm pro verkaufte Tonne) beziehungsweise einer Steigerung um 2.9%. Verschiedene Fabriken, die Betonzusatzmittel herstellen, mussten Spülwasser als Abfall entsorgen, da örtliche Kläranlagen die Annahmebedingungen umstellten.

Spülwasser, das selbst geringste Mengen an Betonzusatzmitteln enthält, wurde somit neuerdings als Abfall deklariert. Dennoch verringerte sich seit 2013 die Abfallmenge insgesamt um -1.2 %. In 2017 wird die Materialeffizienz weiterhin ein Schwerpunktthemasein. Ein grosser Teil des Abfalls – insbesondere aus der Polymer- und Klebstoffproduktion – wird von externen Unternehmen wiederverwertet. Umfangreiche Massnahmen wie der effiziente und sorgsame Umgang mit Rohstoffen, Prozessoptimierungen, verbesserte Abfalltrennung und Wiederverwendung von Verpackungsmaterialien haben in der Summe wesentlich zur globalen Effizienz beigetragen. Diese Massnahmen und die Verringerung des Abfalles in der Mörtelproduktion durch Verwertung sollen die weiter Effizienz steigern. Die Verringerung bzw. die Wiederverwertung von Klebstoffresten ist für eine effiziente Produktion ein wichtiges Thema. Das Ziel einer selbstentwickelten mobilen Recyclinganlage im Werk Düdingen, Schweiz, war es, Klebstoffreste aus Unipacks und Kartuschen zu recyceln. Dank einer Verringerung der manuellen Arbeitslast und der Klebstoffreste (27 Tonnen pro Jahr) kann von jährlichen Einsparungen von rund CHF 90’000 ausgegangen werden. Bereits im Jahre 2014 hat Sika Thailand einen «Silver Award» für ihre kontinuierliche Verbesserung des Waste Managementerhalten. Und im Jahr 2016 hat sich Sika Thailand im Waste Managementweiter verbessert und dafür den «Gold Award» erhalten.