Hohe Kompetenz bei Industrieböden

Hohe Kompetenz bei Industrieböden: Das Audi Presswerk in San José Chiapa, Mexiko, für das Sika die Fussbodenlösungen geliefert hat.

Sika ist in den letzten Jahren in Lateinamerika stark gewachsen. Und die Aussichten für den Bausektor sind trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten in einzelnen Ländern weiterhin gut. Bis zum Jahr 2025 dürften gemäss Prognosen mehr als 80% der Bevölkerung in Städten leben und damit den Bau von Häusern, Versorgungseinrichtungen und Verkehrssystemen vorantreiben. Auch in Mexiko führen grosse Infrastrukturprojekte sowie privatwirtschaftliche Investitionen zu einer hohen Bautätigkeit und damit zu Chancen für Sika im Land.

Mexiko-Stadt ist eine der grössten Megacities weltweit. Und wächst weiter. Dies generiert grosse Bauinvestitionen in die Infrastruktur wie etwa die neue Flughafenerweiterung, die alleine auf umgerechnet CHF 4.6 Milliarden veranschlagt wird. Dass Mexiko darüber hinaus über hohe Energieund Rohstoffressourcen verfügt und mit seinen 120 Millionen Einwohnern einen grossen Binnenmarkt aufweist, führt zu privatwirtschaftlichen Investitionen aus dem Ausland. Diese Entwicklung hat Sika früh erkannt und in zusätzliche Fabriken, neue Anlagen sowie ins Distributionsnetz investiert. Dabei baut das Unternehmen einerseits die Produktionskapazitäten für bereits im Land gefertigte Produkte aus und stellt andererseits neue Zwischen- und Endprodukte in Mexiko selbst her. Immer möglichst nahe an den grossen Wirtschaftszentren.

Gezielte Investitionen führen zu Marktvorteilen

Zum mexikanischen Netzwerk von Sika gehört seit Kurzem eine neue Fabrik für Dachfolien in Altamira. In Tijuana wurde vor allem für die im Nordwesten des Landes gelegene Minenindustrie eine neue Produktionsstätte für Betonzusatzmittel gebaut. Auch neue Produktionsanlagen für Acrylharze und auf Acryl basierende Dichtungsmittel sowie Produkte für den Gebäudeinnenausbau entstanden. Zwei neue Polymerreaktoren in Querétaro, eine Mörtelfabrik für die Fussbodensysteme Sikafloor® und PurCem® und eine zweite Mörtelanlage für den Gebäudeinnenausbau kamen hinzu. Eine Mörtelfabrik in Coatzacoalcos im Südosten des Landes wird im Frühjahr 2017 eröffnet. In Mexiko besitzt Sika somit fünf Produktionsstätten und ist heute in der Lage, in kurzer Zeit flexible Mengen der Produkte im Land herzustellen und zu vertreiben. So wird es möglich, die Kunden und deren Projekte schnell zu beliefern.

Armando García Yáñez, Operations Manager Sika Mexiko
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Armando García Yáñez, Operations Manager Sika Mexiko

Premiere von Audi

Audi hat Ende September 2016 auf einem Gelände von 400 Hektar das für umgerechnet CHF 1 Milliarde errichtete neue Automobilwerk in San José Chiapa im Bundesstaat Puebla eröffnet. Übrigens ihr erstes eigenes auf diesem Kontinent. Das Werk umfasst 4’200 lokale Arbeitsplätze und hat eine Produktionskapazität von 150’000 Premium-SUV pro Jahr. Die neue Generation des Audi Q5 wird hier für den Weltmarkt hergestellt.

Gemeinsames Qualitätsverständnis

Mit der Planung, Ausschreibung und Objektüberwachung der gesamten Automobilfabrik wurde PSP Architekten Ingenieure aus Deutschland beauftragt. PSP hat in der Vergangenheit bereits für die Volkswagen Gruppe VW-Werke realisiert und ist daher auch in der Lage, die zentralen Vorgaben und Standards bezüglich Kosten, Termine und vor allem Qualität von Audi sicherzustellen, sagt Alex Muñoz, Dipl.–Ing. Architekt und zuständiger Projektmanager seitens PSP Architekten Ingenieure im Audi Werk Mexiko. Das Architekturbüro hatte Sika Fussböden für das Projekt empfohlen und gemeinsam mit Audi die Auswahl getroffen. Als Vorteil erwies sich, dass Sika Produkte bereits für andere Audi Werke spezifiziert worden sind und sich bewährt haben. Vor allem aber überzeugte Sika mit ihrem internationalen Netzwerk und der Fertigung ihrer Produkte in Mexiko selbst. Für einen reibungslosen Ablauf hatte Sika ab Beginn der Bauarbeiten 2012 einen Projektverantwortlichen vor Ort, der als Schnittstelle zwischen Sika und dem Kunden fungierte und Anliegen schnell und kompetent klären konnte.

Sika Fussbodenlösungen für alle Anforderungen

Auf einer Gesamtfläche von mehr als 230’000 m² – dies entspricht in etwa 32 Fussballfeldern – wurden mit verschiedenen Produkten aus der Palette Sikafloor® Fussbodensysteme verlegt. Je nach Einsatzgebiet im Werk hatten sie unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. Einmal mussten sie rutschfest oder resistent gegen hohe mechanische oder chemische Belastungen sein, anderswo standen Eigenschaften wie elektrostatische Ableitfähigkeit im Vordergrund. Eine spezielle Herausforderung bestand darin, die Fussböden gemäss dem Corporate Design in den Firmenfarben von Audi zu liefern. Für den Fussboden im Presswerk beispielsweise hat Sika speziell das Fussbodensystem Sikafloor® in einem Grauton entwickelt, der genau dem durch Audi vorgeschriebenen Farbton entspricht. Um die Anforderung des Kunden optimal zu erfüllen, wurde ein Teil der Böden in Deutschland gefertigt. Auch Zulieferfirmen, die sich um das Audi Werk ansiedeln, haben sich für Sika Fussbodenlösungen entschieden.

Mit dem Kunden von Nestlé vor Ort in Guadalajara
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Mit dem Kunden vor Ort

Edgar Fernando Barrientos von Nestlé prüft mit Eduardo Padilla von Sika die Oberflächenstruktur der neuen Fussbodenbeläge.

Investition von Nestlé

Nestlé eröffnete bereits vor 86 Jahren ihre erste Niederlassung in Mexiko. In der Nähe von Guadalajara, bei Ocotlán. Genau an diesem Ort baute das Unternehmen nun als Teil seines neuen Investitionsplans mit einem Volumen von insgesamt CHF 1 Milliarde die erste von sechs neuen Fabriken in Mexiko. Es handelt sich um die grösste Einzelinvestition, die der Konzern in Lateinamerika bisher getätigt hat. Bei Guadalajara werden in Zukunft Babynahrungsmittel hergestellt, für das Land selbst, aber auch für die Märkte in der Karibik und in Mittelamerika.

Geschwindigkeit, Koordination und höchste Standards

Edgar Fernando Barrientos ist Projektspezialist bei Nestlé. Er betont, dass beim Bau des Werks die Einhaltung des Bauplans die zentrale Herausforderung war, da viele Arbeiten parallel liefen. Hinzu kommt, dass die gesamte Anlage jederzeit den Hygienestandard MR1 gewährleisten muss. Ein Standard, der in vielen Industriezweigen vermehrt zur Anwendung kommt und den Trend zur Erhöhung der Reinheit in Fertigungsprozessen spiegelt. Das wirkte sich auf die Anforderungen an die Fussbodenbeläge aus. Denn die Böden müssen über eine äusserst ebene Oberfläche verfügen und dürfen keine noch so kleinen Poren aufweisen, da sich in Unebenheiten Schmutzstoffe wie Staub oder Bakterien sammeln könnten. Sie müssen trotzdem rutschfest sein, zudem elektrostatisch ableitfähig. Sika erfüllte all diese Anforderungen und lieferte das jeweils exakt auf die Spezifikationen abgestimmte Produkt aus dem Sikafloor® System für eine Gesamtfläche von 24’000 m². Für die Flachdächer lieferte Sika darüber hinaus die energieeffizienten Sika Sarnafil® Abdichtungssysteme. Diese zeichnen sich durch eine hohe Sonnenreflexion aus und reduzieren somit die Wärmeübertragung auf das Gebäude.

Exzellente Zusammenarbeit und hohe Qualität

Auch in diesem Projekt war ein Sika Verantwortlicher jederzeit für den Kunden verfügbar. Edgar Fernando Barrientos lobt die schnelle, zuverlässige und wie er sagt «exzellente Zusammenarbeit ». Die immer gleichbleibende hohe Qualität der Sika Lösungen machen ihn stolz auf das gemeinsam Erreichte. Er zieht sein Fazit mit einem überzeugten «Sika, anytime again!».