Frühzeitiges Erkennen von möglichen Gefahren

Als global operierendes Unternehmen ist Sika verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um die Handlungsfähigkeit des Konzerns jederzeit zu gewährleisten, Imageschäden zu vermeiden und das in Sika investierte Kapital zu schützen, werden mögliche Risiken frühzeitig analysiert und bei strategischen Entscheidungen berücksichtigt.

Risiken und Chancen

Falsch eingeschätzte Risiken können erhebliche Folgen für die Reputation und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen haben und im schlimmsten Fall in die Insolvenz führen. Sika ist sich dessen bewusst und betreibt seit Jahren ein umfassendes Risikomanagement sowohl auf Konzernebene als auch für alle Tochtergesellschaften. Gefahren sollen frühzeitig erkannt und bei strategischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Daraus können sich neue Chancen ergeben, sodass das Risikomanagement letztlich auch Mehrwert schaffen kann.

Konzernleitung und Verwaltungsrat

Die Konzernleitung von Sika überprüft regelmässig die Prozesse, die dem Risikomanagement zugrunde liegen. Höchste Instanz für die Risikobeurteilung ist der Verwaltungsrat. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Risikosituation auf Konzernstufe jedes Jahr neu einzuschätzen. Sämtliche Risiken werden anhand einiger grundsätzlicher Fragen bewertet:

  • Handelt es sich um ein globales oder ein regionales Risiko? 
  • Welche Auswirkungen hat das Risiko für den Konzern? 
  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Schaden kommt? 
  • Welche Massnahmen müssen ergriffen werden, um dem Risiko vorzubeugen oder dessen Folgen zu mindern? 

 

Wird in der Gesamtbeurteilung ein Risiko als kritisch eingestuft, werden wirkungsvolle Massnahmen ergriffen, die den Eintritt verhindern, die Wahrscheinlichkeit des Eintritts verringern oder die Auswirkungen begrenzen.

Sika verfolgt einen risikobasierten Managementansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette, von der Beschaffung über die Produktion bis zur Vermarktung, umfasst.

Kunden und Märkte

Sika begrenzt die Risiken, die von den Märkten und den Kunden ausgehen, mit gezielter Diversifizierung. Zum einen ist in der vornehmlich lokal orientierten Bauindustrie die geografische Diversifizierung von grosser Bedeutung, da sich die entsprechenden Konjunkturen in den verschiedenen Weltregionen zum Teil gegenläufig entwickeln. Zum anderen wirkt sich die kundenseitige Diversifizierung – kein Kunde steht für mehr als 2.0% des Umsatzes von Sika – ebenfalls stabilisierend auf das Geschäft aus. Um konjunkturelle Schwankungen so weit wie möglich aufzufangen, ist Sika sowohl im Neubaugeschäft als auch im weniger konjunkturabhängigen Reparatur- und Sanierungsgeschäft aktiv.

Finanzielle Risiken

Die Ziele des Finanzrisikomanagements sind eine optimale Kapitalbeschaffung und eine auf die Zahlungsverpflichtungen ausgerichtete Liquidität. Die Sicherung der Liquidität geschieht über langfristige Obligationenanleihen.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt durch Cash-Pooling. Zudem bewirtschaftet Sika das Nettoumlaufvermögen äusserst sorgfältig. Für die lokalen Gesellschaften gibt es zum Beispiel genau vorgegebene Prozesse für die Handhabung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit einer an die jeweiligen Marktbedingungen angepassten Kostenstruktur wird eine ausreichende Geldschöpfung (Cash-Generation) sichergestellt. Sika legt viel Wert auf einen freien und kosteneffizienten Zugang zum Kapitalmarkt. In diesem Zusammenhang ist das Rating A-/ negative von Standard & Poor’s zu berücksichtigen. Bedingt durch die gerichtlichen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem feindlichen Übernahmeversuch durch Saint-Gobain wurde der Ausblick des Ratings von «stable» auf «negative» reduziert.

Interne Revision

Die interne Revision führt Prüfungen gemäss dem jährlichen Auditplan durch. Sie umfassen im Wesentlichen Prüfungen von Konzerngesellschaften in den Bereichen Vertrieb, Debitorenund Kreditorenmanagement, Produktentwicklung, Einkauf, Produktion, Warenbewirtschaftung, finanzielles und operatives Reporting, Gehaltsprozess sowie IT-Management. Neben der weltweiten Prüfung von Verkaufs- und Produktionsgesellschaften werden Schwerpunktprüfungen im Bereich von Headquarter-Funktionen oder gruppenweiten Supportprozessen durchgeführt. Die interne Revision ist ein Instrument des Verwaltungsrats und berichtet an den Auditausschuss.

Supplier management and raw material procurement
Lieferantenmanagement und Rohstoffbeschaffung
Produktion und Logistik
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Produktentwicklung und Marketing
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